
Die SPD-Landtagsabgeordneten Florian Wahl und Klaus Ranger sowie der SPD-Bundestagswahlkandidat Mario Sickinger, der SPD-Bundestagsabgeordnete Macit Karaahmetoğlu und der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Zabergäu Stefan Schwarz besuchten am 8. Dezember die von der Schließung bedrohte Notfallpraxis in Brackenheim, um sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen.
„Die Notfallpraxis Brackenheim hat allein im ersten Halbjahr 2024 über 2.000 Patientinnen und Patienten versorgt. Solche Zahlen belegen, wie dringend diese Einrichtung gebraucht wird“, betont Florian Wahl. Laut einer Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Ranger wurden in den letzten sechs Halbjahren regelmäßig über 2.000 Menschen in der Notfallpraxis behandelt – mit Spitzenwerten von bis zu 2.402 Patientinnen und Patienten pro Halbjahr.
Mario Sickinger ergänzt: „Die von der KVBW angeführte Erreichbarkeit von anderen Notfallpraxen innerhalb von 30 Minuten ist für viele Menschen in der Region keine Lösung. Gerade ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen sowie Familien ohne eigenes Auto hätten im Ernstfall keine zumutbaren Alternativen.“
Florian Wahl und Mario Sickinger fordern die KVBW und die Landesregierung auf, ihre Pläne zur Schließung der Notfallpraxis zu überdenken und Alternativen zu prüfen. „Telemedizin und mobile Versorgungsangebote können in Zukunft eine sinnvolle Ergänzung sein, dürfen aber nicht die grundlegende Versorgung ersetzen“, erklären Wahl und Sickinger.
Beide Politiker sichern den Bürgerinnen und Bürgern in Brackenheim und Umgebung ihre volle Unterstützung zu. „Wir werden uns sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene für den Erhalt der Notfallpraxis einsetzen. Die medizinische Versorgung muss auch in ländlichen Regionen Priorität haben“, betonen Wahl und Sickinger abschließend.